Spanisch (español) ist eine Weltsprache, die aus der Provinz Kastilien in Spanien stammt. Von daher wird in manchen Ländern auch Kastilisch zur Bezeichnung des Spanischen verwendet. Ähnlich wie das Britische Empire konnte Spanien im Siglo de oro (Goldenes Zeitalter, von ca. 1550-1650) ein großes Weltreich aufbauen und somit zur Verbreitung der spanischen Sprache beitragen. Heute wird Spanisch von rund 400 Mio. Menschen als Muttersprache und von weiteren rund 60 Mio. als Zweitsprache gesprochen. Die Mehrheit davon befindet sich in Zentral- und Südamerika, sowie in den USA und Spanien. Als Minderheitensprache wird Spanisch auch in Marokko und Äquatorial-Guinea (Afrika) sowie auf den Philippinen (Asien) gesprochen.
Spanisch ist eine romanische Sprache, genau wie Italienisch, Portugiesisch und Französisch, d.h. es ist aus dem Vulgärlatein der römischen Besatzer auf der Iberischen Halbinsel entstanden.
An vielen deutschen Schulen hat Spanisch mittlerweile Französisch in Bezug auf die Schülerzahlen deutlich überflügelt. Sicherlich hat dies mit der Beliebtheit der spanischsprachigen Länder und Inseln als Urlaubsziele zu tun.
Salsa, Merengue, Bachata und Reggaeton sind darüber hinaus beliebte lateinamerikanische Tänze, die das Spanischsprechen als Mode- bzw. Szenesprache populär gemacht haben. Der Tango aus Argentinien, die Cumbia aus Kolumbien, der Son aus Kuba und die Mariachi-Musik Mexikos dürften ebenso zu dieser Entwicklung beigetragen haben.
Aber Spanisch wird natürlich nicht nur für Musik und Fiesta benötigt, sondern auch für Arbeitszwecke: Spanisch ist neben Portugiesisch die Amts- und Arbeitssprache des südamerikanischen Binnenmarktes Mercosur. Darüber hinaus dient es als offizielle Amtssprache in der Europäischen Union, bei der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) und bei den Vereinten Nationen.
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